Rising Women

Einen besonderen Höhepunkt der letzten Zeit stellte für mich die Teilnahme an einem Gespräch der „Rising Women“ Bewegung dar.

Diese ist im Mai diesen Jahres entstanden. Die Leiterin der Bewegung ließ sich von den Gesprächen in Checkers (einem lokalen Supermarkt) und mit den Nachbarinnen dazu inspirieren, Frauen dazu aufzufordern über ihre Probleme und Wünsche zu sprechen. Außerdem soll Frauen eine Stimme gegeben werden, um sich unter anderem mit dem Machtbegriff auseinander zu setzten. Sie gründete eine Facebook Seite, auf der man Inspiration finden kann. Diese ist aber hauptsächlich dazu da, andere Frauen anzutreffen und sich gegenseitig zu helfen. Das genügte der Leiterin jedoch nicht, denn „tiping just with your thumbs is no conversation“ (nur mit den Daumen zu schreiben, sei kein Gespräch). Also beschloss sie, die Frauen, die sie kannte, zu einem Treffen zusammenzurufen. Das erste Treffen fand durch den Womens Day inspiriert an jenem im August statt. Durch Mund zu Mund Propaganda schaffte sie es bei dem dritten Treffen, bei welchem ich teilnahm, schon eine Anzahl von ungefähr zwanzig interessierten Frauen zu versammeln.
Das Ziel der Bewegung ist es, von den Grahamstown Frauen über das Eastern Cape hin zu allen interessierten Frauen sich zu verbreiten.
Es sind schon weitere Projekte geplant, bei denen Frauen geholfen wird, Mutter oder Ehefrau zu sein. Der Gedanke dabei ist es, sich gegenseitig zu unterstützen, Rat weiterzugeben und alltäglich Situationen und Gegebenheiten sinnvoll zu machen.

Besonders bedeutend ist der Name und das Logo der Bewegung.
Nach langem Nachdenken wurde diese „Rising Women“ genannt. Das Logo ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen.
Es stellt eine wachsende, beziehungsweise nach oben strebende, Frau dar, deren Kleid aus einer umgedrehten Rose besteht, deren Stängel das Oberteil der Kleides einnimmt. Die Rose ist gelb, da die Farbe gelb für „sisterhood“ steht. Es ist wichtig, dass die Frauen zusammen in der Gemeinschaft etwas erreichen wollen. Dabei besteht die Gemeinschaft aus allen afrikanischen Frauen, weshalb die Frau eine schwarze Afrikanerin ist.
Mir ist schon des öfteren aufgefallen, dass die Zugehörigkeit zu Afrika für viele einen großen Teil der Identität ausmacht. Auch beim Beten wird häufig für das Volk Afrikas gebetet.
Des Weiteren ist eine Grundphilosophie der Bewegung sich selbst Gedanken zu machen, weshalb betont wurde, dass das Logo für jeden unterschiedliche Aspekte mit unterschiedlicher Gewichtung enthält.

Bei dem Gespräch, an dem ich teilnahm, trat eine Gastsprecherin namens Dr Pinky Ngcakani-Ncula auf. Man musste einen african doek tragen, welches eine typische Kopfbedeckung der Xhosa Tradition ist. Es war ein großer Aufwand diesen auf meinen glatten Haaren zu befestigen.
Das ganze Gespräch stand unter dem Bibelvers Esther 4:14: „Indeed, if you are silent at this time, relief and deliverance will come to the Jewish people from another place, but you and your father‘s family will perish. Who knows but that you were brought to the kingdom for a time like this?“ / „Wenn du in diesem Tag schweigst, dann wird den Juden anderswoher Hilfe und Rettung kommen. Du aber und das Haus deines Vaters werden untergehen. Wer weiß, ob du nicht gerade dafür in dieser Zeit Königin geworden bist?“
Der Vers diente als Grundlage, da es darum geht, nichts an der Zeit ändern zu können, in die man geboren wird, aber das Beste daraus zu machen und dem Leben einen Sinn zu geben.

Die Rede behandelte darauf basierend, wie man dem Leben einen Sinn geben kann. Sie handelte von der Zeit, bei der jede Millisekunde genutzt werden könne, auch wenn man im Auto sitzt und nichts zu tun hat. Man solle sich mit dem eigenen Leben auseinandersetzen und sich vorstellen für jedes Jahr Geld zu erhalten. Damit stellte sie praktisch dar, dass man dem Leben einen Wert geben solle, der es wert sei zu leben. Sie verglich die Verantwortung für das Gelingen des eigenen Lebens mit dem entsperren einen Handys. Wenn man die korrekten Punkte verbindet, bekommt man Zugang zum Leben. Die Kombination anderer helfe da nicht weiter.
Des Weiteren sprach die Gastsprecherin von der Selbstwahrnehmung und der Gottesbeziehung jedes einzelnen, die immer verbessert werden könne. Dadurch könnten vor allem Frauen wachsen (rise).
Die ganze Rede zeigte, dass Frauen Eigeninitiative ergreifen und trotzdem gemeinsam Ziele verfolgen sollen. Man solle Gleichgesinnte finden, bei denen es nicht auf die quantitative Anzahl der an dem Gespräch teilnehmenden Frauen gehe, sondern um die qualitativen Ergebnisse.
Außerdem wurde der Unterschied zwischen Wissen und Weisheit betont. Wissen sei lediglich vorgegebenes Auswendiglernen. Weisheit hingegen benötige Reflexion, welche anstrengender sei, aber mehr Ertrag bringe.

Geschlossen wurde die Rede mit einem Gebet, in dem jeder individuell noch einmal den Sinn der Bibelverses Esther 14:4 überdachte.

Es war eine wunderschöne Erfahrung, Frauen zusammenkommen zu sehen, die das Leben lebenswert machen wollen.

unbenannt

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